06 - 3 Blue Ridge Craft Trail

Auf den Spuren der Kunst durch die Blue Ridge Mountains

Die Blue Ridge Kraft Trails lassen Besucher zu Künstlern werden

North Carolina - Kultur

Die Region rund um die Blue Ridge Mountains in North Carolina ist reich an handwerklichen Traditionen. Zahlreiche Kunsthandwerker haben hier ihr zu Hause. Bei einer Reise entlang der Blue Ridge Craft Trails suchen Besucher Künstler direkt in ihren Ateliers auf, kaufen in Galerien voller lokaler, handgefertigter Kunstwerke ein und entdecken auf dem Weg landschaftliche Schätze sowie kulturelle Kleinode. Wer gerne mehr Zeit und Lust mitbringt, kann an verschiedenen Workshops teilnehmen und zahlreiche Kunsthandwerke erlernen.


Rustikale Möbel in Spirit Tall

Foto:  Blue Ridge Craft Trails

In Spirit Tall in Murphy stellt die Künstlerin Jo Kilmer rustikale Möbel aus und erklärt deren Herstellung. Dabei verwendet sie Materialien, die nur in den Appalachen zu finden sind. So benutzt sie beispielsweise Berglorbeer und anderes einheimisches Holz. In Spirit Tall hat die Künstlerin ein älteres Haus renoviert, in dem Besucher in die rustikale Welt ihres Schaffens eintauchen. Angehende Möbelbauer sind eingeladen, bei einem vierstündigen Workshop eine eigene Kreation zu erschaffen. Zudem gibt es ein 24-Stunden-Erlebnis, bei dem die Teilnehmer die Nacht in Spirit Tall verbringen, am nächsten Morgen Holz für ihr Projekt schneiden und den Rest des Nachmittags mit dem Bauen verbringen. Kilmer, die bereits verschiedene Preise und Auszeichnungen für ihre Kunstwerke erhalten hat, stellt auch Sonderanfertigungen wie Sideboards, Stühle oder Tische auf Bestellung her.


Weben, Häkeln, Klöppeln auf historischem Gelände

Gemeinsam mit der Historic Johnson Farm hat das Heritage Weavers & Fiber Artists in Hendersonville ein ursprüngliches Gästehaus in ein Zentrum für Faserkunst verwandelt, um das Wissen und die Wertschätzung für dieses Textilhandwerk zu fördern. Während der Farmbesichtigung sehen Besucher Faserkünste, wie Weben, Teppichhäkeln, Klöppeln, Spinnen und Stricken. Sie können ihr Handarbeitsgeschick auch selbst unter Beweis stellen.  Bei der jährlich stattfindenden Fiber Art Expo lernen Gäste die Mitarbeiter kennen, erleben Vorführungen und können sich direkt für Kurse anmelden.

Foto: Visitnc.com


Ein Streifzug durch die Kunst der Berge

Die Mountain Gallery and Gifts von Catherine Bruggeman in Morganton ist vom Boden bis zur Decke mit Kunst und Handwerk gefüllt. Besucher bewundern im Erdgeschoss und ersten Stock verschiedene Kunstarbeiten wie Glasmalerei, Feder & Tintenkunst, Töpferei, Holz- und Metallarbeiten, Wachswerke, Silberschmuck, Drahtskulpturen, Webkunst sowie Edelsteinwerke. Das oberste Stockwerk ist ein Lehratelier, in dem erfahrene und angesehene Künstler kreative und unterhaltsame Workshops für Einzelpersonen oder Gruppen anbieten.

Kreatives Denken und künstlerischer Austausch

Die Florence Thomas Art School in der historischen Bergstadt West Jefferson hat sich zum Ziel gesetzt, das Vermächtnis der gleichnamigen Künstlerin zu fördern, das kulturelle Erbe der Blue Ridge Mountains zu bewahren und eine Umgebung für kreatives Denken und künstlerischen Austausch zu schaffen. Dabei werden Ressourcen für Unterricht, Ausstellungen und weitere Erfahrungen in der bildenden Kunst und dem Kunsthandwerk bereitgestellt. Diese Mission wird durch verschiedene Ausbildungsangebote in den schönen Künsten unterstützt, Förderprogramme richten sich an unterprivilegierte Jugendliche und Erwachsene, Ausstellungsräume bieten lokalen Künstlern und Handwerkern Möglichkeiten ihre Werke zu präsentieren. 


Das Kunsterbe von Tryon

Das Erbe der Stadt Tryon als Künstlerkolonie lebt in der Tryon Arts & Crafts School weiter, die ein- und zweitägige Workshops in Teppichhäkeln, Messermachen, Schmieden und Drechseln bietet. Um die außergewöhnlichen Kunsthandwerker der Region zu fördern und zu feiern, veranstaltet TACS regelmäßig Ausstellungen in der Exhibition Gallery, sponsert Handwerksfestivals auf dem parkähnlichen Gelände und unterhält eine permanente Heritage Collection. Die Dauerausstellung zeigt Exponate, die aus der Gegend zu Fuße der Appalachen stammen und teilweise bis ins Jahr 1775 zurückreichen. Zu sehen sind Tiere, Puppen und winzige Möbelstücke der ursprünglichen Tryon Toy Makers and Wood Carvers sowie Cherokee Artefakte, Töpferwaren, Werkzeuge, Quilts, Webarbeiten, Möbel, Musikinstrumente und Gemälde.