09 - 4 Grünes Arizona

Arizona: Fünf unerwartet grüne Orte

Naturerlebnisse im Grand Canyon State

Arizona - Natur - Übersicht

Raue Canyons, hohe Temperaturen, trockene Landstriche und die berühmten Saguaro-Kakteen – dies haben viele Menschen vor Augen, wenn sie an Arizona denken. Doch der Grand Canyon State ist viel mehr als das und teils unerwartet grün: Dutzende Seen, sechs National Forests und rund 1,8 Millionen Hektar unberührte Wildnis locken mit facettenreichen Naturerlebnissen.  


1. Ein verstecktes Juwel: Fossil Creek

Ungefähr zwei Stunden Fahrt von Phoenix entfernt, in der Nähe der Städte Strawberry und Pine, plätschert der Fossil Creek. Der Wasserfall und Bach mit kristallklarem Wasser ist zwar abgelegen, sodass die Anreise ein wenig Ausdauer erfordert – es lohnt sich jedoch allemal! Das Wasser ist insbesondere in den Sommermonaten eine herrliche Abkühlung. Zudem ist Fossil Creek von üppiger grüner Natur umgeben - einfach ein idyllischer Ort. Vom 1. April bis 1. Oktober benötigen Besucher jedoch eine im Vorhinein anzufordernde Zugangserlaubnis.


2. Panoramafahrt auf dem Joshua Tree Forest Parkway

Aus zahlreichen Filmen kennt man die Highways, die sich durch die rötliche Steinlandschaft Arizonas schlängeln. Doch es geht auch anders, beispielsweise auf dem Joshua Tree Forest Parkway: Diese 75 Meilen lange Straße führt entlang der U.S. Route 93 und bietet eine kurvenreiche Strecke durch die mit Josuabäumen gesäumte Umgebung. Am besten startet man in Wikieup, etwas mehr als zwei Stunden Fahrt von Phoenix entfernt, südlich bis Wickenburg. Dabei passieren Reisende erst die klassischen Wüstenlandschaften mit den typischen Saguaro-Kakteen und zerklüfteten Mesas, bis in Land der Josua-Bäume erreicht ist.

Fotos: Arizona Office of Tourism / Andrés Lobato

3. Wie auf einer Postkarte: Coconino National Forest

Der Coconino National Forest lockt mit Szenerien, die aus einem Bilderbuch stammen oder auf eine Hochglanzpostkarte gedruckt sein könnten. So finden sich hier nicht nur die ikonischen roten Felsen von Sedona, sondern auch der größte zusammenhängende Ponderosa-Kiefernwald der Welt. Doch das ist nicht das einzige Highlight: Auch die höchsten Berggipfel des Grand Canyon State befinden sich im Coconino National Forest. Das ganze Jahr über lässt es sich nur 14 Meilen außerhalb der Stadt Flagstaff die beeindruckende Natur wunderbar genießen. Während im Winter Aktivitäten wie Skifahren, Snowboarden oder Rodeln locken, genießen Urlauber im Sommer eine Bilderbuchaussicht auf den immergrünen Wald, die roten Felsen sowie den Grand Canyon. Im Herbst wird das Farbenspiel noch intensiver. Von Phoenix aus erreicht man den Coconino National Forest in knapp anderthalb Stunden.

4. Idylle pur im Madera Canyon

So vielseitig und spannend die Stadt Tucson im südlichen Arizona auch ist - gerade in den Sommermonaten kann es durchaus ziemlich heiß werden. Zur Abkühlung müssen Reisende keinesfalls in das klimatisierte Hotelzimmer flüchten: Lediglich 45 Autominuten entfernt liegt der Madera Canyon. Hier erwartet Besucher ein schattiger Wald mit sprudelndem Bach und allgegenwärtigen Vogelsang. Ganze 250 verschiedene Vogelarten wurden hier bereits dokumentiert. Der perfekte Ort für ein idyllisches Picknick.

5. Perfekt für eine Kajaktour: Prescott National Forest

Spätestens, wenn man die malerische State Route 89 durch den Prescott National Forest fährt, verfliegt der Gedanke, dass Arizona lediglich eine riesige Wüste sei. Mit zunehmender Höhe tauchen dichte Pinienwälder auf, die sich in alle Himmelsrichtungen erstrecken. Am Rande des Waldes befindet sich die Lynx Lake Recreation Area. Das ruhige Gewässer ist ein hervorragender Ort, um eine entspannte Kajaktouren zu unternehmen und dabei die Umgebung auf sich wirken zu lassen. Weitere Geheimtipps in der Region sind unteranderem der Goldwater Lake oder Willow Creek. Von der Metropolregion Phoenix aus fährt man etwas weniger als zwei Stunden hierher.