57-4 Kanada Kulinarik

Zu Tisch in Kanada: Lokale Höhepunkte und Neuentdeckungen für Genießer

Von der indigenen Gourmetküche über den Kabeljauschmaus bis zu den neuen kanadischen Stars im Guide Michelin

Fotos: VTC

Ein stetig gedeihendes Miteinander kultureller Einflüsse: Das kulinarische Vermächtnis der First Nations und der eingewanderten Bevölkerungsschichten trifft auf lokale, saisonale und häufig wild wachsende Zutaten, so vielfältig, traditionell und zugleich aufgeschlossen innovativ wie Land und Leute. Kanadas Küchen verschaffen Besuchern einen authentischen Zugang zur Lebenswelt der Einheimischen. Ein Streifzug zu den neuesten kulinarischen Glanzpunkten und aufregendsten Spezialitäten von Küste zu Küste, vom Süden bis in den hohen Norden – von Kabeljaufesten und kuriosen Kreationen an der Atlantikküste über die neue Sterneküche Torontos, indigene Spitzenküche in Edmonton bis zur Gourmet-Wanderung in den Rockies, welche die Resilienz der Natur im Jasper National Park erlebbar macht.  


Edmonton, Alberta

Das von Koch Scott Iserhoff und seiner ukrainischen Ehefrau Svitlana Kravchuk in diesem Jahr eröffnete Restaurant ist der Großmutter Iserhoffs, Bernadette, gewidmet. Indigene Zutaten und Geschichte treffen auf moderne Kochkunst – ein kulinarisches Manifest für kulturelle Vielfalt und Verbundenheit mit der Natur. Auf der Karte finden sich raffinierte Kreationen wie roher Elch, Saskatoon-Beeren-Brisket auf Bannock und Bisonbäckchen, die Tradition und Innovation vereinen. Im stilvollen Ambiente des familiären Restaurants in Downtown Edmonton, wo eine Wandmalerei der Künstlerin bb.iskwew die Blicke auf sich zieht, hat Iserhoff seine eigene Vision des Shared Dining verwirklicht. Regionale Wildzutaten, naturbelassene Weine und kreative Cocktails verschmelzen dabei zu einem sinnlichen Gesamterlebnis. Mit einem klaren Bekenntnis zu Saisonalität, indigener Erzählkultur und einer einladenden Atmosphäre schafft Bernadette’s einen Ort, an dem sich Gäste ebenso willkommen wie als Teil einer größeren Gemeinschaft fühlen.

St. John's und Elliston, Newfoundland & Labrador

Die neue Newfoundland Food Tour lädt dazu. ein Kultur und Lebensgefühl der östlichsten Stadt Kanadas anhand ihrer Küchen zu erleben. Besucher begeben sich auf eine kulinarische Entdeckungsreise durch die Altstadt von St. John’s. An sechs sorgfältig ausgewählten Stationen servieren lokale Restaurants traditionelle und moderne Interpretationen klassischer Gerichte – von herzhaftem Wild und fangfrischem Seafood bis zu süßen regionalen Spezialitäten. So erschließt sich der authentische Geschmack Newfoundland & Labradors, geprägt von rauer Natur, maritimer Geschichte und kreativer Kochkunst. Wer die kulturelle Identität der Provinz am Atlantik (auch) über die Kulinarik erleben möchte, sollte seine Reise ferner rund um das Food- und Kulturfestival Roots, Rants, and Roars planen, das jedes Jahr in der dritten Septemberwoche stattfindet. Vor der spektakulären Kulisse Ellistons sind Besucher zu einem interaktiven kulinarischen Event eingeladen, das Menschen mit Land und Meer verbindet. Gäste stimmen etwa über das feinste Kabeljaugericht ab, um den „King of Cod“ unter den einheimischen Köchen zu krönen.  

Manitoba

Im geschäftigen The Forks Market in Winnipeg bringt der neue Food Counter SKYR ein Stück Island nach Manitoba. Gründer Dan Olivier widmet sich Islands Joghurtklassiker Skyr – dick, mild-säuerlich und proteinreich. Schon seine Eltern betrieben mit Frogurts einen der ersten Stände im Market. Heute schreibt Dan ihre Geschichte weiter – mit isländischem Skyr aus Milch aus Manitoba. Gemeinsam mit Spitzenkoch Scott Malcolmson entwickelte er ein nordisch inspiriertes Menü mit Bowls, Toasts und Smoothies. Mit seiner frischen, fleischlosen Küche bringt SKYR eine klare, nordische Note in das vielseitige kulinarische Angebot des The Forks Market und verbindet isländische Tradition mit dem handwerklichen Können der Prärie. Über das Kulinarische hinaus ist SKYR auch eine Hommage an Manitobas isländisches Kulturerbe am Lake Winnipeg.

Jasper, Alberta

Das geführte Outdoor-Erlebnis im Jasper-Nationalpark in Alberta verbindet Natur, Wissen und Kulinarik. Nach dem verheerenden Waldbrand im Juli 2024, der über 33.000 Hektar Land verwüstete, zeigt sich der Park heute in eindrucksvoller Erneuerung. Die rund vier Kilometer lange Tour führt durch junge Wälder, in denen neues Leben aus der Asche entsteht. Ein erfahrener Guide vermittelt unterwegs Wissen über Pflanzen, Pilze, Wildblumen, Geologie, Geschichte, Forstwirtschaft und Tierwelt. Am Gipfel eröffnet sich ein 360-Grad-Panorama über Täler und Bergketten. In dieser Kulisse entsteht ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art. Mithilfe nachhaltiger Methoden wird ein Gourmet-Menü inmitten der Wildnis zubereitet – ressourcenschonend, bewusst und im Sinne des „Leave No Trace“-Prinzips: ein einzigartiges Erlebnis, das die natürliche Erneuerungskraft des Jasper-Nationalparks eindrucksvoll erlebbar macht.

Northwest Territories

Von Mai bis Oktober lockt der Norden mit authentischen Geschmackserlebnissen: Samstags von Juni bis September, 10–14 Uhr, am Fisherman’s Wharf Market in Hay River kommt der frische Great-Slave-Lake-Fisch direkt vom Boot auf den Teller (Tipp: früh kommen – die besten Fänge sind schnell weg). In Yellowknife serviert das Bullocks’ Bistro Pfannenfisch nach dem Fang des Tages, während die NWT Brewing Co. im Woodyard Brewhouse nordische Craft-Biere und passende Taproom-Gerichte ausschenkt. Wer raus auf den See will, bucht eine Bootstour mit BBQ Fish Fry auf dem Great Slave Lake – knuspriger Walleye/Lake Trout, frisch aus der Pfanne, Uferstopp inklusive. Als Kontrast lockt der Wood Buffalo National Park – UNESCO-Welterbe, so groß wie die Schweiz und der zweitgrößte Nationalpark der Welt – für ein Picknick unter endlosem Himmel.

Saint Andrews und Fredericton, New Brunswick

In Saint Andrews entfaltet sich die kulinarische Vielfalt New Brunswicks vor malerischer Kulisse – ein Fest für alle Sinne. Jedes Jahr im Oktober zelebriert das Indulge Food and Wine Festival das Best-of der regionalen Aromen auf einer Entdeckungsreise durch die kulinarische Seele New Brunswicks. Frisches Seafood lässt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen, während handwerklich hergestellte Käsespezialitäten begleitet von erlesenen Weinen und Bieren aus lokaler Produktion den Gaumen kitzeln. New Brunswick gilt im Übrigen als Craft-Beer-Brauerei-Hauptstadt Atlantic Canadas. Auf dem Taproom Trail in Fredericton können Liebhaber handwerklich gebrauter Biere die Bandbreite lokaler Schätze in insgesamt zehn Brauereien und Lokalen entlang des Wolastoq (Saint John) River kennenlernen.

Whitehorse, Yukon

Während Ahornsirup weltweit als kanadischer Klassiker gilt, verbirgt sich im hohen Norden des Landes ein ganz besonderer kulinarischer Schatz: der Yukon-Birkensirup. Gewonnen aus dem Saft der Birken, die die Landschaft des Yukons prägen, ist dieser dunkle, aromatische Sirup eine echte Rarität. Ähnlich wie beim Ahornsirup wird der aufsteigende Saft im Frühling sorgfältig gesammelt und anschließend eingekocht. Doch während man für einen Liter Ahornsirup etwa 40 Liter Saft benötigt, braucht es für Birkensirup rund 80 Liter. Das macht die Produktion nicht nur arbeitsintensiver, sondern verleiht dem Sirup auch seinen Wert. Geschmacklich unterscheidet sich Birkensirup deutlich vom klassischen Ahornsirup. Seine Süße stammt aus Fruktose, nicht aus Saccharose, was ihm eine feine, fast karamellige Note verleiht. Für Kenner gilt er als eine Delikatesse, die perfekt zu Pfannkuchen, Desserts oder herzhaften Gerichten passt. Wer den Yukon besucht, sollte sich also ein echtes Frühstück nach Yukon Art mit frischem Birkensirup nicht entgehen lassen – oder ein Glas dieses seltenen Naturprodukts als authentisches Souvenir mit nach Hause nehmen.

Toronto, Ontario

Während Ahornsirup weltweit als kanadischer Klassiker gilt, verbirgt sich im hohen Norden des Landes ein ganz besonderer kulinarischer Schatz: der Yukon-Birkensirup. Gewonnen aus dem Saft der Birken, die die Landschaft des Yukons prägen, ist dieser dunkle, aromatische Sirup eine echte Rarität. Ähnlich wie beim Ahornsirup wird der aufsteigende Saft im Frühling sorgfältig gesammelt und anschließend eingekocht. Doch während man für einen Liter Ahornsirup etwa 40 Liter Saft benötigt, braucht es für Birkensirup rund 80 Liter. Das macht die Produktion nicht nur arbeitsintensiver, sondern verleiht dem Sirup auch seinen Wert. Geschmacklich unterscheidet sich Birkensirup deutlich vom klassischen Ahornsirup. Seine Süße stammt aus Fruktose, nicht aus Saccharose, was ihm eine feine, fast karamellige Note verleiht. Für Kenner gilt er als eine Delikatesse, die perfekt zu Pfannkuchen, Desserts oder herzhaften Gerichten passt. Wer den Yukon besucht, sollte sich also ein echtes Frühstück nach Yukon Art mit frischem Birkensirup nicht entgehen lassen – oder ein Glas dieses seltenen Naturprodukts als authentisches Souvenir mit nach Hause nehmen.

Halifax, Nova Scotia

Während Ahornsirup weltweit als kanadischer Klassiker gilt, verbirgt sich im hohen Norden des Landes ein ganz besonderer kulinarischer Schatz: der Yukon-Birkensirup. Gewonnen aus dem Saft der Birken, die die Landschaft des Yukons prägen, ist dieser dunkle, aromatische Sirup eine echte Rarität. Ähnlich wie beim Ahornsirup wird der aufsteigende Saft im Frühling sorgfältig gesammelt und anschließend eingekocht. Doch während man für einen Liter Ahornsirup etwa 40 Liter Saft benötigt, braucht es für Birkensirup rund 80 Liter. Das macht die Produktion nicht nur arbeitsintensiver, sondern verleiht dem Sirup auch seinen Wert. Geschmacklich unterscheidet sich Birkensirup deutlich vom klassischen Ahornsirup. Seine Süße stammt aus Fruktose, nicht aus Saccharose, was ihm eine feine, fast karamellige Note verleiht. Für Kenner gilt er als eine Delikatesse, die perfekt zu Pfannkuchen, Desserts oder herzhaften Gerichten passt. Wer den Yukon besucht, sollte sich also ein echtes Frühstück nach Yukon Art mit frischem Birkensirup nicht entgehen lassen – oder ein Glas dieses seltenen Naturprodukts als authentisches Souvenir mit nach Hause nehmen.