Im Interview: Spitzenkoch Robert Sisca mit drei Empfehlungen für Boston
Foto: Kyle Klein
Boston beeindruckt mit Historie, Kultur und Lebensart. Wie man die Stadt am besten genießt, verrät Robert Sisca, einer der profiliertesten Köche Neuenglands. Nach prägenden Jahren in Spitzenrestaurants in New York machte er sich in Boston einen Namen. Heute steht Sisca, vielfach ausgezeichnet, für eine moderne, französisch inspirierte Küche, die regionale Produkte, Handwerk und kreative Eleganz verbindet. Robert Sisca ist nicht nur Spitzenkoch, sondern auch Partner ("Chef Partner") von Himmel Hospitality in Boston mit den Restaurants The Banks Seafood and Steak, Bistro du Midi sowie Grill 23 & Bar und Harvest.
Wo kann man die spannende Geschichte der Stadt am besten erleben?
Es gibt mehrere Orte, die ich empfehlen kann. Der Freedom Trail ist ein rund vier Kilometer langer Weg im Herzen von Boston, der einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbindet, die die Geschichte unserer Nation geprägt haben. Er beginnt an einem meiner persönlichen Lieblingsorte, dem Boston Common. Der Common liegt gegenüber einem unserer Restaurants, dem Bistro du Midi, und ist der älteste öffentliche Park der Vereinigten Staaten. Der Common wurde vor fast 400 Jahren, im Jahr 1634, angelegt und ist Zeuge einer jahrhundertelangen amerikanischen Geschichte, von den puritanischen Kolonisten über den Unabhängigkeitskrieg bis hin zum modernen Boston.
Welche Spezialitäten sollten Urlauber in Boston unbedingt probieren?
Die Gastronomieszene in Boston ist fantastisch und es gibt so viele verschiedene Spezialitäten zu probieren. Zwei der ersten Dinge, die mir in den Sinn kommen, sind New England Clam Chowder und Lobster Rolls.
Bei Lobster Rolls ist die klassische Version mit Mayonnaise, aber einige Lokale bieten auch eine warme Version mit Butter an. Ich liebe beide und probiere sie überall, aber ich bevorzuge den Hot Lobster Roll. Bei der Clam Chowder mag ich eine dicke und cremige Suppe. Obwohl ich verschiedene Varianten mag, verwenden wir im The Banks Seafood and Steak frische Muscheln und räuchern unseren eigenen Speck für die Chowder.
Wenn Sie etwas Süßes möchten, sollten Sie sich den Boston Cream Pie nicht entgehen lassen. Wir arbeiten derzeit im Bistro du Midi an einem Boston Cream Pie Macaron.
Fotos: Kyle Klein & Robert Sisco
Robert, welchen Ort würden Sie besonders zum Entspannen empfehlen?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Ich bin seit vier Jahren beim Boston-Marathon dabei und liebe es, auf der Esplanade zu laufen oder spazieren zu gehen. Sie verläuft auf der Bostoner Seite des Charles River und ist etwa fünf Kilometer lang. Der Boston Common ist ebenfalls ein großartiger Ort zum Entspannen. Man kann sich etwas zu essen holen und im Park relaxen. Seit Jahren mache ich Spaziergänge durch den Park, um mich von der Hektik der Arbeit zu erholen. Beim Spazierengehen im Park kommen mir sogar Ideen für neue Gerichte für die Restaurants.
Die Fragen stellte Christian Dose, Herausgeber NordamerikaEntdecken und Chefredakteur 360° NordAmerika.


